| Naturkatastrophen in Indonesien |
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(tagesschau.de, 28.20.2010) Tsunami und Vulkan fordern mehr als 300 Tote. In Indonesien suchen die Rettungskräfte in zwei Katastrophengebieten nach Überlebenden - und sie kämpfen gegen die Zeit. Nach dem Tsunami auf den Mentawai-Inseln ist inzwischen von 280 Toten die Rede. Auf Java stieg die Zahl der Toten nach dem Ausbruch des Vulkans Merapi auf 28. Viele Hundert Menschen werden noch vermisst, so die bisherige Bilanz des Tsunamis, der nach einem Erdbeben ganze Dörfer auf den abgelegenen Mentawai-Inseln wegspülte. Die Helfer dort kämpfen gegen die Zeit. Sie haben lange gebraucht, einen halben Tag, bis sie von Sumatra aus die kleinen Inseln der Mentawi-Gruppe erreicht haben. Und nun kommen sie nur langsam voran. Die Infrastruktur ist schlecht. Ein Schiff mit Medikamenten musste wegen der rauen See umkehren, zurück in den Hafen von Padang. Heißer Ascheregen wurde den Menschen zum Verhängnis 28 Tote, viele Schwerverletzte, noch keine genaue Kenntnis, wie viele Menschen noch vermisst werden - so sieht es aus auf Java nach den drei heftigen Eruptionen des Vulkans Merapi. Die Rettungsteams kämpfen gegen die Asche, die auf alles im Umkreis von rund zehn Kilometern um den Vulkan niedergeregnet ist. Sie fürchten, dass sich noch viele Menschen schwer verletzt in ihren Häusern aufhalten. Viele waren im Moment des Ausbruchs auf sich allein gestellt, wie ein Dorfbewohner berichtet: "Ich habe versucht, den Nachbarn zu helfen. Aber ich kam einfach nicht an das Haus heran, es war zu heiß. Ich habe mich dann an Bäumen entlang gehangelt, um nicht auf den heißen Boden zu treten. So habe ich überlebt." "Vulkanwächter" stirbt im Ascheregen Viele sind in den vergangenen Tagen evakuiert worden. Viele, aber nicht alle der rund 19.000 Bewohner des Landstrichs nahe der Stadt Yokjakarta. Und inmitten der nun unwirklichen Landschaft ganz nah am Vulkan werden immer wieder Tote und Schwerverletzte gefunden, die sich nicht evakuieren ließen. Einige flüchteten ins Haus des "Vulkanwächters", der am Merapi als Heiliger verehrt wird. Er und eine Gruppe von Menschen kamen ums Leben. Der Ausbruch des Merapi hatte schlimme Folgen. Vulkanexperten allerdings glauben, dass es noch schlimmer kommt. Ihrer Meinung nach steht ein Ausbruch ähnlich dem von 1930 bevor. Damals starben 1400 Menschen im Ascheregen. Indonesien - Inselstaat auf dem "Feuerring": Indonesien liegt am pazifischen "Feuerring" mit zahlreichen Vulkanen, in dem Verschiebungen von Erdplatten immer wieder zu Erschütterungen führen. Das folgenschwerste Beben der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich im Dezember 2004 vor Sumatra und löste einen Tsunami aus, der rund um den Indischen Ozean 230.000 Menschen das Leben kostete. Der Ort des Bebens vom Montag und der Merapi sind etwa 1300 Kilometer voneinander entfernt. |
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